Donnerstag, 24. Mai 2012

Schottland - Tag 1

Strahlende Sonne und wolkenloser Himmel - bestes Reisewetter. Heute morgen um 10:15 Uhr hob unser KLM-Jet in Richtung Edinburgh über Amsterdam ab. Ich war vorher noch nie bei derart klarem Wetter geflogen und genoß es, nach dem Start einen ausgiebigen und ziemlich spektakulären Blick über unsere Heimatgegend und unser zukünftiges Segelrevier schweifen lassen zu können. Die Sicht reichte bis weit in die Elbmündung und ermöglichte tolle Ansichten des trockenfallenden Wattenmeers, die ich bisher nur in dem wunderbaren Film "Die Nordsee von oben" gesehen hatte.

Am Alamo-Schalter in Edinburgh drückte uns der nette Herr die Schlüssel unseres Vauxhall Astra in die Hand, und los ging das Linksfahrabenteuer. Die designierte Kraftfahrerin war zuerst etwas verschüchtert...




... meisterte die Aufgabe aber mit Bravour. Der besorgte Gesichtsausdruck des Beifahrers ist natürlich überwiegend nicht repräsentativ.

Den Lunch (in Form von einigen matschig-britischen Sandwiches aus dem "Sainsbury") gab es in Kinross am Loch Leven.





Wir waren ernsthaft in Versuchung, mit der winzigkleinen Fähre einen Abstecher zu dem Inselschloß Loch Leven Castle zu machen, allerdings hielt uns die noch zu bewältigende Strecke davon ab.




Nach einer wunderschönen Fahrt durch die karge Highland-Landschaft der Grampian Mountains tief hinein in den Cairngorm National Park erreichten wir schließlich gegen 18:00 Uhr unser Etappenziel Aviemore, wo wir im "Ravenscraig Guest House" abstiegen.

Aviemore ist ein hübsches kleines Städtchen (oder eher Dorf), das mitten im Nationalpark liegt, hauptsächlich von seinem Status als Outdoorsport-Mekka lebt und mit einem ehrfurchtgebietenden Blick auf die noch teilweise schneebedeckten Gipfel des Cairngorm-Plateaus aufwarten kann. Da wollen wir morgen rauf... und plötzlich sieht das Unternehmen doch etwas ambitionierter aus, als es von der heimatlichen Couch den Anschein hatte.

Egal, wir lassen uns nicht abschrecken... und stärken uns erstmal im Pub des "Cairngorm Hotel", bis der Bauch protestiert. Immerhin sind morgen gute 17 Kilometer Strecke und etliche Höhenmeter zu bewältigen.

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