Donnerstag, 5. Juli 2012

Ostseetörn - Tag 5

 Ein weiterer sonniger dänischer Morgen motivierte uns nach dem Frühstück zu einem Spaziergang durch das kleine Ærøskøbing. Die Stadt hat den Ruf einer verträumten Künstlerkolonie und ihre kleine Innenstadt wird dem Ruf gerecht.
 



Enge Gassen mit kleinen alten Häuschen in Pastellfarben mit Rosenbewuchs, ein gemütlicher kleiner Hafen und Kunsthandwerksläden an jeder Ecke... bei dem wunderbaren Wetter ein echtes Bummelvergnügen für unsere Crew.




Anschließend gab es eine Runde Hafenmanövertraining, das wir allerdings abbrachen, nachdem wir feststellten, daß zu der Ausrüstung unseres Charterkahns leider keine Leinen gehörten, die lang genug für ausgiebige Springmanöver in die Box hinein gewesen wären.




Da die Anglerfraktion wieder um eine Fischfanggelegenheit gebeten hatte, segelten wir zuerst wieder zu dem gestrigen Angelgrund südlich von Drejø. Auch diesmal brachten selbst angestrengteste Bemühungen keinen Erfolg, dafür motivierte das warme Wetter und der laue Wind die Crew zu einem Sprung in die Ostsee.




Bianca testete ihre neue wasserdichte Kamera aus, die den Härtetest trotz anderslautender Prognosen mit Bravour bestand.






Auf der Weiterfahrt zwischen Avernakø und der Nordspitze von Ærø kreuzte ein beeindruckender Rahsegler unser Kielwasser. Überhaupt waren während des ganzen Törns auf See und in den Häfen immer wieder wunderschöne Traditionsschiffe zu bewundern.




Wir rundeten Lyø an der Ostseite und steuerten um kurz vor fünf den Yachthafen in der Bucht an der Nordseite an. Ich war vor drei Jahren schon mal kurz dort gewesen und hatte den Hafen als ziemlich klein und nur aus einer einzigen Boxengasse bestehend in Erinnerung. Nachdem wir uns durch die nadelöhrmäßig enge Hafeneinfahrt gequetscht hatten, stellten wir fest, daß der Hafen inzwischen zwar auf die doppelte Kapazität erweitert worden war, aber trotzdem komplett voll war. Also legten wir uns als dritte Yacht längsseits neben zwei Boote, die bereits im Päckchen nebeneinander lagen (eine weitere Premiere für mich).

Während wir ein weiteres opulentes Abendessen aus warmem Kartoffelsalat und Würstchen vertilgten, liefen noch etliche weitere Nachzügler ein, so daß wir noch weitere Nachbarn bekamen und eins der Päckchen auf insgesamt sechs Yachten anwuchs.




Dabei kam es zu einigen dramatischen Augenblicken, als eine unaufmerksame einlaufende Yacht, ein schwer manövrierbarer Traditionssegler und die Schnellfähre aus Fåborg in Uneinigkeit über die jeweiligen Ausweichpflichten gerieten.




Anschließend brachen wir zu einem Spaziergang über die Insel auf. Die einzige Siedlung auf der Insel, ein kleines Bauerndorf mit 130 Einwohnern, lag einen Kilometer entfernt von Hafen im Inselinneren. Gemütliche Fachwerkhäuser...






... ein winzigkleiner "Købmand", eine kleine weißgekalkte Kirche und eine fantasievoll bemalte Dorfschule...




... bildeten ein urgemütliches Inselidyll, das uns sofort verzauberte. Als wir wieder am Hafen ankamen, ging gerade die Sonne hinter dem Wald aus Masten und Stagen unter und sorgte für Postkartenansichten.




1 Kommentar:

  1. ...das sieht alles sehr schön aus. sieht nach einer schönen Zeit aus. glg Iris

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