Eingedenk der Wettervorhersage, die uns ebenfalls im Tagesverlauf Regenschauer und Gewitter in Aussicht stellte, liefen wir heute frühzeitig aus. Als Tagesziel hatten wir uns (abhängig von der Wetterentwicklung) entweder Falsled in der Helnæs Bugt oder Lyø ausgewählt.
Grauer Dunst hing über dem Horizont, so daß wir zuerst weder die gegenüberliegenden Inseln Lyø und Avernakø noch das dahinterliegende Fünen sehen konnten. Der Wind wehte zuerst mit drei bis vier Beaufort, flaute dann aber merklich ab. Schließlich klarte die Sicht auf, allerdings blieb es bewölkt und trübe.
Nach zwei Stunden ereignisloser Langsamsegelei erreichten wir den Kleinen Belt und entschieden uns, bei der gegenwärtigen Nordwindlage und den unangenehmen Wetteraussichten die Helnæs Bugt und ihre engen Fahrwasser auszulassen und lieber in Lyø einzulaufen. Wir rundeten die Insel an der Westseite und erreichten den Hafen am frühen Nachmittag.
Der Hafen, in dem wir im letzten Sommer in dritter Reihe im Päckchen gelegen hatten, war bis auf eine Handvoll Yachten komplett leer. Wir machten uns zu einem kleinen Spaziergang über die Insel auf und schlenderten wieder durch das Dörfchen, dessen verträumter Charme uns schon beim ersten Besuch begeistert hatte.
Die Sonne kam wieder heraus, und im Pfarrhof der Kirche konnten wir ersten Kontakt zur vierbeinigen einheimischen Bevölkerung herstellen...
Die Seeluft und und die warmen Sonnenstrahlen sorgten jedenfalls einmal mehr für gesunde Müdigkeit...
Während draußen schon wieder der Regen prasselte, ließen wir es uns unter Deck schmecken und krönten den Abend mit Rotwein und Single Malt.
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