Die große grüne Ostsee (oder zumindest der Kleine Belt) öffnete sich vor uns. Das Feiertagswetter hatte wieder eine Vielzahl verschiedenster Segler aufs Wasser gelockt. Nachdem wir die Förde verlassen hatten, verteilte sich der Schiffsverkehr merklich und es kehrte Ruhe ein. Ein Schweinswal tauchte wenige Meter neben unserem Boot auf und begleitete uns für einige Meter. Einige Seemeilen später wurde die Ruhe so überwältigend (und die Maisonne so angenehm), daß ein Crewmitglied nach dem anderen sich in Morpheus' Arme begab...
Der Ostwind wurde zunehmend schwächer, so daß wir unseren Plan, ganz hinüber nach Marstal zu kreuzen, leider aufgeben mußten. Wir entschlossen uns, stattdessen Ærø nördlich zu umsegeln und in Søby anzulegen. Auf dem Weg durch den Kleinen Belt nordwärts begegneten uns wieder einige wunderschöne Traditionssegler...
Wir rundeten die Nordspitze von Ærø mit dem Leuchtturm von Skoldnæs (der im auf unserem letztjährigen Sommertörn Ziel von zahllosen Übungskreuzpeilungen gewesen war) und liefen im Hafen von Søby ein. Søby ist eine recht unspektakuläre, wenig ansehnliche Kleinstadt, die hauptsächlich von der dortigen Werft lebt. Der Hafen ist allerdings entsprechend großzügig angelegt, und auch der Yachthafen bietet nicht nur viele Liegeplätze, sondern auch eine Menge Raum zum Manövrieren.
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