Unsere Segeltörns auf der Unterweser sind jedes Mal auch "Expeditionen ins Tierreich"... unser Hafen ist von Enten bevölkert, Möwen und Seeschwalben sind ständig rund ums Boot auf Futtersuche, Kormorane fliegen regelmäßig vorbei, Austernfischer bevölkern den Flutsaum und draußen vor dem Bremerhavener Containerterminal auf dem Langlütjensand haust eine ziemlich lebendige Seehundkolonie, deren Mitglieder sich bei Niedrigwasser in der Sonne räkeln und den vorbeifahrenden Segler neugierig betrachten.
Letzte Woche haben wir dann aber den vorläufigen Höhepunkt unserer bisherigen Segelsafaris erlebt: auf Höhe der Tonne 51a, direkt vor dem Containerterminal, tauchte tatsächlich wenige Meter neben unserem Boot ein kleiner Schweinswal auf.
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Schweinswale sind mit den Delphinen verwandt und werden bis zu 2,5 Meter lang. Bei ihrer Nahrungssuche folgen sie den Fischschwärmen im Frühjahr oft weit in den Unterlauf von Weser und Elbe hinein, um dann im Juni oder Juli wieder hinaus in die offene Nordsee zu schwimmen. Es wird angenommen, daß die Wale auch ihren Nachwuchs, der im Mai geworfen wird, überwiegend hier zur Welt bringen. Dieses Phänomen wurde in jüngster Zeit allerdings erst seit etwa fünf Jahren wieder regelmäßig beobachtet, was Meeresbiologen auf die in den letzten Jahren deutlich verbesserte Wasserqualität in den beiden Flüssen zurückführen.
Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und die Untere Naturschutzbehörde Brake sammeln seit 2007 Meldungen über Schweinswalsichtungen in der Weser, weswegen wir unsere Beobachtung per Online-Formular gleich gemeldet haben.
"Unser" Schweinswal zeigte sich nicht sonderlich interessiert, sondern tauchte nach zweimaligem kurzen Luftholen wieder auf Nimmerwiedersehen ab, so daß ich ihn leider nicht fotografieren konnte. Deswegen gibts hier ein Bild aus Wikipedia...
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